Sorry,
no english text so far!
Mitte der 60er Jahre
begannen Künstler vor allem in den USA, ihre Arbeit außerhalb
des traditionellen Ausstellungsbereiches Galerie und Museum
zu realisieren. Was mit kleinformatigen, bescheidenen Zeichensetzungen in der
Natur ihren Anfang nahm, fand seine Fortsetzung in Großraumskulpturen von
gigantischem Ausmaß.
1970 ist das Jahr, in dem Robert Smithson im
Great Salt Lake in Utah das am häufigsten
reproduzierte Werk der Land Art namens Spiral
Jetty schafft, Nancy Holts Sun
Tunnel entstehen von 1973 bis 1976 in einer Wüste von
Utah, 1977 errichtet Walter De Maria in einer schwer zugänglichen Hochebene von New
Mexico sein
wahrnehmungsschärfendes
Lightning Field
und im Jahr 2001 will James Turrell sein Projekt Roden
Crater (die „sixtinische Kapelle der USA“, Graf
Panza) zum
Abschluß gebracht haben; das Observatorium Star
Axis von Charles Ross (seit 1975 in Bau,
geplanter Abschluss 2006) und Double
Negative (1969/70) von Michael Heizer sind
weitere beeindruckende, ebenfalls im Westen der Vereinigten Staaten gelegene „Earthworks“,
die einen enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand
voraussetz(t)en.
Identität durch Landschaftserfahrung - die Faszination
der Weite der amerikanischen Landschaft, ihre Grandezza, Schönheit und ihre
Erhabenheit bestimmen die Landschaftsinterpretationen der bildenden Kunst Nordamerikas in der
rund 200jährigen Geschichte bis in die unmittelbare Gegenwart. Auch die Werke der Land
Art fügen sich in diese Kontinuität der Erfahrung von Landschaft.
Die Dokumentation der Großraumprojekte bildet den Kern
der Ausstellung „Land Art usw.“.
Ein pointierter historischer Vorspann in Fotografie und
Malerei verweist auf die ästhetischen Wurzeln der Land-Artisten. Fiktive Landschaftsprojekte
von Dellbrügge & de Moll, Werkstadt Graz (Joachim Baur, Franz Xaver, Timm
Ulrichs), Matthias Hammer, Hans Kropshofer, PRINZGAU/podgorschek, Wilhelm
Scherübl und Olav Westphalen zur Topographie von Innsbruck verweisen auf die
immer noch gegebene Attraktivität, sich mit Landschaft (und Natur)
auseinanderzusetzen.
Materialien wie Bücher, Kataloge und Aufsätze zum
Thema „Land Art“ sowie ein Internetzugang laden die Besucher ein, die Thematik dort
weiter zu verfolgen, wo sie ihren eigenen Interessen gemäß fortzusetzen wünschen.
Zur Ausstellung erscheint ein Lesebuch mit Texten von Jean-Christophe
Ammann, Franzobel,
Heinz
Gappmayr, Heinz Kaiser, Andrea Kühbacher,
Günter
Mayer, Otto
Neumaier, Osmo
Rauhala, Peter Weiermair und
Patrick Werkner sowie einem Foto-Essay von Andrew
Phelps;
der thematischen Erweiterung in jeder Hinsicht
wird auch hier Rechnung getragen. |
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