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EL PUNTO CIEGO.
Spanische Kunst der 90er
7. November - 23. Januar 1999 |
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Nach General
Francos Tod im Jahr 1975 richtete die internationale Künstlerszene besonderes Augenmerk
auf die Geschehnisse in Spanien. Spanien war unbestritten einige Jahre lang
international. Mit der Normalisierung der spanischen Demokratie und der völligen politischen und administrativen
Eingliederung Spaniens in den westeuropäischen Kontext schwand langsam das Interesse an dem Neuen wie das
Neue selbst. Nach und nach ist Spanien für die internationale Blickrichtung in den toten Winkel
geraten. Der Ausstellungstitel el punto ciego (der blinde Fleck) versucht zunächst, dieses Entschwinden widerzuspiegeln.
Das Offenlegen des blinden Flecks ist gleichzeitig eine kritische Übung, die die Macht der Repräsentation in
der heutigen Gesellschaft entblößt.
Spanische Künstler besitzen wahrscheinlich ein besonderes Kulturgut (ihr
Erbe des barocken konzeptionistischen Vermächtnisses), das sie dazu befähigt, sich mit eigenen Wertvorstellungen
in das Programm kritischer Analyse der Repräsentation in der heutigen Gesellschaft einzuschreiben. Sie haben
einen natürlichen Bezug zu den neuen kritischen Strömungen der heutigen narrativen Fotografie, der
Videoinstallation und zu allen Experimenten, die daraufabzielen, die Prozesse der fiktiven Konstruktion der Identitäten zu
entblößen. Dank diesem Mechanismus können die spanischen Künstler gleichzeitig leicht mit den Programmen der
internationalen Avantgarde und dem reichen Erbe ihrer eigenen kulturellen Tradition in Dialog treten.
Künstlerinnen u. Künstler: Ana Laura Alaez, Pep
Agut,
Txomin Badiola, Jordi Colomer, Salomé Cuesta, Dora Garcia, Pello Irazu, José
Maldonado, Itziar Okariz, Montserat Soto und
Eulalia Valldosera
Kurator: José Louis Brea |
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Die
Ausstellung wurde unterstützt von:
Tiroler
Sparkasse, Stadt Innsbruck, Land Tirol, Bundeskanzleramt Sektion Kunst, Tourismusverband
Innsbruck-Igls, Tirol Werbung, Net4You, Spanische Botschaft
Wien. |
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