„Unsere Wahrnehmung ist individuell und hängt eng mit unseren Erinnerungen zusammen. Je vielfältiger unser Schatz an Erinnerungen ist, den wir aus all dem Erlebten, sinnlich Erfahrenen und Gefühlten entwickeln und vermehren, desto differenzierter sind unsere Möglichkeiten, neue Wahrnehmungen zu lesen und zu deuten. Aktuelle Kunst mag uns verunsichern, stört unser Gefühl der Geborgenheit in unserem kulturellen Umfeld, das wir schätzen, weil wir es kennen. Wir alle lieben die Impressionisten, weil unzählige Erinnerungsspuren an ihre Bildwerke sich in unserem Gedächtnis eingegraben haben. Der Kunstraum Innsbruck möchte ein Ort sein, an dem es Erinnerungsspuren an Gegenwartskunst zu sammeln gibt."
(Elisabeth
Thoman-Oberhofer)
Da gab es im Stadtzentrum Innsbrucks einen Industriebau aus den 30er Jahren und diese Idee - einen Ort zu schaffen, der die Begegnung mit den Phänomenen der Kunst unserer Zeit ermöglichen soll. Und da gibt es heute den KUNSTRAUM INNSBRUCK, der seiner Zielsetzung mit Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen, Künstlergesprächen, Lesungen und Konzerten nachkommt und sich mit einem Blumengeschäft und einem Café-Bistro einen der schönsten und belebtesten Innenhöfe Innsbrucks teilt.
Organisation:
Der KUNSTRAUM INNSBRUCK, Verein zur Ausstellung aktueller Kunst – Maria-Theresien-Straße 34/Arkadenhof - ist ein im Juni 1996 auf Initiative der Galeristen Elisabeth und Klaus Thoman gegründeter gemeinnütziger Verein.
Er wird unterstützt von Stadt
Innsbruck, Bundeskanzleramt Sektion Kunst, Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer,
sowie diversen Sponsoren und Stiftungen für einzelne Projekte.
Architektur und (KUNST-) RAUM:

Die insgesamt 700 m² große Industriehalle wurde 1996 im Zuge eines vorsichtigen Umbaus durch Architekt Hans Peter Petri durch Ausstattung mit der erforderlichen Infrastruktur und nach absoluter ausstellungsarchitektonischer Flexibilität trachtend adaptiert .
Der eigentliche Ausstellungsraum beträgt etwa 600 m², der "Projektraum", Rezeption, Büro mit kleiner Präsenzbibliothek und Depot sind angeschlossen.
Die dreischiffige, durch 8 Stützen strukturierte Halle, deren Raumhöhe zwischen 2,88 und 3,20 m variiert, bezieht
Tageslicht durch 9 Oberlichten sowie großzügige, teilweise aus dem alten Industriebau übernommene Front- und Seitenfenster. Je nach Bedarf kann der Raum durch beliebige Wandanordnung völlig flexibel gegliedert und den jeweiligen Ausstellungsbedürfnissen angepasst werden.
Ausstellungsprogramm:

Der Kunstraum Innsbruck legt in seinem Ausstellungsprogramm den Akzent dezidiert auf die Präsentation aktueller Kunst; daneben werden jedoch in gewissen Abständen auch Ausstellungen zu kunsthistorisch wichtigen Strömungen nach '45 in das Programm aufgenommen.
Den Programmschwerpunkt der ersten drei Jahre bildete die fünfteilige Projektreihe ZEITSCHNITT, bei der Kuratoren aus dem Ausland eingeladen wurden, junge Künstlerinnen und Künstler ihres Landes in Gruppenausstellungen im Kunstraum Innsbruck zu präsentieren.
Ab dem Jahr 2000 ist die inhaltliche Grundausrichtung des Kunstraum enger definiert. Künstlerische Arbeitsprozesse und Strategien sollen in Ausstellungsprojekten transparent gemacht und aktuelle künstlerische Produktion einer historischen Reflexion unterzogen werden. Die architektonischen Gegebenheiten der Ausstellungshalle werden stärker in den Vordergrund rücken. Zentrale Themenbereiche sind dementsprechend künftig etwa die Beharrlichkeit bzw. die Einübung in die Langsamkeit und die Auseinandersetzung mit
sensorischen Codes. Und schließlich wird uns das Beziehungsgeflecht Kunstraum-Stadt-Natur ebenso beschäftigen wie die Frage, was es heißen kann, ‚Provinz' zu sein.
Projektraum:

Von 1999 bis 2002 war der Projektraum an Medien.Kunst.Tirol vergeben, für dessen Veranstaltungen Stefan Bidner und Thomas Feuerstein als Kuratoren verantwortlich
zeichneten.
Seit 2001 wird der Projektraum mit diversen Ausstellungen bespielt,
teilweise in Kooperation mit anderen Kulturinstitutionen.
aktuelle Ausstellungen und Events im
Projektraum
Vermittlungsangebot für Besucher:

Am ersten Samstag nach jeder Ausstellungseröffnung findet eine Kuratorenführung statt, bei der der jeweilige Kurator zu seinem Ausstellungskonzept Stellung nimmt; beim anschließenden Künstler-Round-Table kann die Gelegenheit genützt werden, mit den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern zu diskutieren.
Des weiteren werden die Ausstellungen von einem differenzierten BesucherInnenservice für unterschiedliche Zielgruppen - Erwachsene und Schüler - begleitet .
Bei Abendführungen (jeweils donnerstags), Kunstauskunft (individuelle Betreuung in Dialogform, jeden Samstag)

Für Schüler gibt es die drei Vermittlungsmodelle Führung, Dialogführung und Kunstgespräch, die sich in Methode und in zeitlicher Dauer unterscheiden; die Lehrer erhalten einen "Reader" zur Vor- und Nachbereitung des Ausstellungsbesuches mit den Schulklassen.
Darüber hinaus werden individuelle Veranstaltungen für Gruppen nach Terminabsprache organisiert.
Vereinsvorstand:
Lothar Tirala - Obmann
Elisabeth Thoman Oberhofer - Obmannstellvertreterin
Markus Neuwirth – Programmbeirat
Astrid Raitmayr - Kassier
Programmbeirat:
Martin Gostner
Markus Neuwirth
Petra Paolazzi
Arno Ritter
Elisabeth Thoman-Oberhofer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
Elisabeth Thoman-Oberhofer - Leitung
Claudia Moser - Assistentin
Franziska Heubacher - Bibliothek
Pasqualina Hofer - Kassa und Empfang
Christine Denifl - Kassa und Empfang
Astrid Raitmayr - Rechnungswesen
Petra Paolazzi, Lissie Rettenwander, Angelika Schafferer
Drüber und Drunter: Günther Ludwig und Team, Ausstellungstechnik
Mitgliedschaft:
Werden Sie Mitglied und unterstützen Sie die Arbeit des Kunstraum Innsbruck.
Mitglied Jahresbeitrag € 22,00
- freier Eintritt zu allen Ausstellungen
- jährlich einen vom KUNSTRAUM INNSBRUCK
publizierten Ausstellungskatalog nach Wahl kostenlos
- Recht auf Bezug einer Jahresgabe zum begünstigten Mitgliederpreis
Fördermitglied Jahresbeitrag € 73,00
- freier Eintritt zu allen Ausstellungen und Veranstaltungen (Führungen, Vorträge etc.)
- alle vom KUNSTRAUM INNSBRUCK
publizierten Ausstellungskataloge des Jahres kostenlos
- Recht auf Bezug einer Jahresgabe zum begünstigten Mitgliederpreis
Jahresgaben
Reservierung per Tel. oder Fax. unter: 584000, 584000-15
MARIO GANDER
- aus den Serien DEN DER FELS 1995 und WUNDERSOHN 1996 (4-teilig mit Rahmen)
Preis für Vereinsmitglieder ATS 4.802,34 € 349,00
Normalpreis ATS 5.999,49 € 436,00
Es sind noch 3 Sets verfügbar.
- aus den Serien DEN DER FELS 1995 und WUNDERSOHN 1996 (8-teilig mit Rahmen)
Preis für Vereinsmitglieder ATS 9.604,69 € 698,00
Normalpreis ATS 11.998,98 € 872,00
Es ist noch ein Set verfügbar.
Erschienen anlässlich der Eröffnungsausstellung Zeitschnitt‚'96, kuratiert von Ulli
Lindmayr.
HERMANN NITSCH
Hermann Nitsch 96. Aktion Neapel 1996
1 Mappe mit 3 Fotos; Fotos von Heinz Cibulka
Auflage 20 und III Künstlerexemplare, nummeriert 1/20-20/20 und I/III-III/III
jedes Foto signiert von Hermann Nitsch, Heinz Cibulka und Giuseppe Morra
Preis für Vereinsmitglieder ATS 11.998,98 € 872,00
Normalpreis ATS 17.998,47 € 1308,00
nur noch wenige Exemplare verfügbar
Erschienen im Frühjahr 1998 anlässlich der Ausstellung Hermann
Nitsch, Sammlung Morra (1962-1997), kuratiert von Peter Weiermair.
MANFRED GRÜBL
Im Rahmen der Ausstellung The Invisible Touch wurden im Kunstraum Innsbruck in einer Auflage von 40 Stück T-Shirts aus reflektierendem Material produziert, die bei geschlossenem Reißverschluss als Taschen getragen werden können. Anfang März wurden von Besuchern der Veranstaltung „Funky Meeting" im Innsbrucker Utopia solche „Kleidungsstücke" getragen, die am Körper der sich bewegenden Jugendlichen den Raum in Form sich ständig verändernder Körperskulpturen strukturierten.
T-Shirt, Auflage 40 Stück
Preis für Vereinsmitglieder ATS 1.499,87 € 109,00
Normalpreis ATS 2.009,00 € 146,00
Erschienen im Frühling 2000 anlässlich der Ausstellung The Invisible Touch, kuratiert von Maia
Damianovic.
Mitglieder, die das T-Shirt bereits zum Normalpreis erworben haben schreiben wir
ATS 500,-- auf den Erwerb einer weiteren Jahresgabe gut.
LUCY ORTA

Act III 70 x 7 The Meal ist eine Reihe von gesetzten Essen im Kunstraum Innsbruck. Sieben Gäste des ersten Mahls wurden gebeten, jeweils 6 weitere Personen für das nächste einzuladen usw.
Teil der Arbeit ist die vom KUNSTRAUM INNSBRUCK produzierte und von Lucy Orta gestaltete Edition des Royal-Limoge-Porzellans. Die 70 Gedeckkassetten enthalten je 7 Teller, mit einem Artischockenherzen in der Mitte als Symbol für Freundschaft. Die unterschiedlichen Begriffe auf der Tellerfahne in deutscher, englischer und französischer Sprache kreisen um die Thematik des Teilens.

limitierte Edition von 70 Kassetten, signiert und nummeriert à:
Preis für Vereinsmitglieder ATS 3.797,84 € 276,00
Normalpreis ATS 5.008,75 € 364,00
Dieselben Begriffe und das Bild des Artischockenherzens finden sich auch auf dem von Lucy Orta gestalteten silbrigen Tischtuch wieder, das im Handsiebdruck hergestellt ist. Die Abschnitte des „endlosen" Stoffbandes (je 300 x 75 cm) sind ebenfalls erhältlich.
limitierte Edition von 10 und 5 Tischdecken, siebbedruckt à:
Preis für Vereinsmitglieder ATS 3.797,84 € 276,00
Normalpreis ATS 5.008,75 € 364,00
Auf handgeschöpftem Bütten – 65 x 50 cm – hat die Künstlerin zum Thema eine Edition von 70 fünffarbigen Handsiebdrucken hergestellt.
limitierte Edition von 70 Siebdrucken, signiert und nummeriert à:
Preis für Vereinsmitglieder ATS 3.797,84 € 276,00
Normalpreis ATS 5.008,75 € 364,00
Setpreis für eine Kassette und eine Tischdecke:
Preis für Vereinsmitglieder ATS 7.003,99 € 509,00
Normalpreis ATS 8.999,24 € 654,00
Setpreis für eine Kassette, eine Tischdecke und einen Siebdruck:
Preis für Vereinsmitglieder ATS 10.003,74 € 727,00
Normalpreis ATS 12.755,80 € 927,00
Erschienen im Frühling 2000 anlässlich der Ausstellung The Invisible Touch, kuratiert von Maia
Damianovic.
CHRISTOPH HINTERHUBER <disco fever> 2001

Leuchtkasten 52 x 26 x 15 cm, weiß, grün, pink oder lila Edition von 20 Stück
Preis für Vereinsmitglieder ATS 4.495,49 € 327,--
Normalpreis ATS 5.615,57 € 408,--
Anläßlich der Premierentage 2001 >>wege zur kunst erzeugte
Christoph Hinterhuber mittels Lichtkästen urbanen Glamour.
Der Schriftzug <disco> spielt das ambivalente Wesen des
Vernissagebesuchs zwischen gesellschaftlichem Anlass, Treffpunkt
und Kunstgenuss an. Der Kunstraum als diskursiver Ort.
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