25.06. - 03.09.2016

FLORA HAUSER

HEIMOTI

Flora Hauser, The forehead of a Young Fellow, turning red in the sun, 2015, Buntstift auf Leinwand, pencil on canvas, 250 x 180 cm, courtesy Ibid London

Flora Hauser, O’Hara über die Alpen schreitend, 2015, Buntstift auf Leinwand, pencil on canvas, 50 x 30 cm, courtesy Ibid London, Foto: Verena Nagl

Flora Hauser, Ansammlung fanatischer Fantasten 1, 2015, Buntstift auf Leinwand, pencil on canvas, 250 x 180 cm, courtesy Ibid London, Foto: Verena Nagl.

Flora Hauser, Ansammlung fanatischer Fantasten 2, 2015, Buntstift auf Leinwand, pencil on canvas, 250 x 180 cm, courtesy Ibid London, Foto: Verena Nagl.

Flora Hauser, Wenn es nicht sie wären, wären es andere, und irgendwann ist es man selbst, Tusche und Buntstift auf Papier, 297 x 210 mm, Foto: Verena Nagl

Flora Hauser, Ausstellungsansicht, Foto: Verena Nagl

Flora Hauser, Ausstellungsansicht, Foto: Verena Nagl

Flora Hauser, Ausstellungsansicht, Foto: Verena Nagl

Flora Hauser, Ausstellungsansicht, Foto: Verena Nagl

Flora Hauser, Ausstellungsansicht, Foto: Verena Nagl

Flora Hauser, Ausstellungsansicht, Foto: Verena Nagl

Wie definiert sich Heimat? Durch das Land, in dem wir leben? Durch die Menschen, die in diesem Land leben? Dieser Auseinandersetzung widmet sich die erste institutionelle Einzelausstellung der 1992 in Wien geborenen Künstlerin Flora Hauser. Heimoti, der Titel der Ausstellung, bezieht sich auf das altdeutsche Wort für Heimat, wie es erstmals im 11. Jhd. Verwendung fand. Damals lud sich der Begriff noch in einem anderen Bedeutungszusammenhang auf, der sich auf den lokalen Lebensraum bezog und nicht die Abgrenzung einzelnen Kulturen und Nationen zu hitzigen Debatten führte.

Mit feinen Buntstiftstrichen überzeichnet Flora Hauser die Struktur der nur mit Hasenleim grundierten Leinwand. Die verwendeten Vorlagen der Leinwand- und Papierarbeiten stehen für die Künstlerin symbolisch für den Begriff Heimat. Es entstehen feine und komplexe Liniengebilde, die sich über die Leinwand spannen und über einem Heimatbegriff nachdenken lassen, der nicht als Territorium in Grenzen, sondern als fließendes, in sich verwobenes Netzwerk steht. Hauser bezieht sich assoziativ auf Landschaften oder auch auf eine Genealogie der Pflanzenwelt, bzw. auf Blumensorten die explizit für Heimat stehen.

Ergänzt wird diese Arbeit mit einer akribischen Tage-, bzw. Notizbuchaufzeichnung der Künstlerin. Jeder Schritt ist festgehalten, bzw. zeichnen das Konzept Ausstellung und jedes Bildes nach. Mit ihrer kleinformatigen Schrift, gibt sie ebenfalls einen Hinweis auf ihre visuelle und ästhetische Kraft, die sie mit ihren narrativ und witzigen Titeln auflädt. Es entstehen damit kompositorische Setzungen, die den Bildraum erweitern und sprichwörtlich wieder zurückkommen, zu dem Wunsch, dass der Begriff der Heimat ein grenzenloser ist.
Flora Hauser studiert an der Universität für Angewandte Kunst in Wien in der Klasse Brigitte Kowanz. Dank an IBID Projects in London und Los Angeles für die Unterstützung der Ausstellung.  

 




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